Report zu Trends bei der Weiterbildung am Arbeitsplatz 2021

Weiterbildung bestimmt die Zukunft des Arbeitsplatzes

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Shelley Osborne VP of Learning, Udemy Autorin von The Upskilling Imperative

Hallo und herzlich willkommen bei unserem jährlichen Report zu Weiterbildungstrends!

2020 war ein in jeder Hinsicht herausforderndes Jahr, in dem unser gesamtes Leben und damit auch die Arbeitswelt plötzlich und unerwartet komplett auf den Kopf gestellt wurden. Bei allen Unsicherheiten und offenen Fragen hat sich eines jedoch ganz deutlich gezeigt:

Der Arbeitsplatz der Zukunft, über den schon so viel nachgedacht und spekuliert wurde, ist keine nebulöse Vision mehr, sondern unsere derzeitige Realität. Unternehmen in verschiedensten Branchen weltweit müssen Arbeit und Arbeitsplätze jetzt völlig neu definieren. Und jeder von uns – vom Einzelkämpfer bis zum gehobenen Management – kann seinen Beitrag leisten und Ideen einbringen, um praktikable Strategien für die kommenden Tage, Monate und möglicherweise sogar Jahre zu entwickeln.

Was erwartet uns im Jahr 2021? Wenn uns das vergangene Jahr eines gelehrt hat, dann ist es die Erkenntnis, dass man mit allem (und damit meine ich wirklich mit allem) rechnen muss. Aber schon der japanische Geistes- und Kunstwissenschaftler Okakura Kakuzō sagte Anfang des 20. Jahrhunderts: „Die Kunst des Lebens liegt in einer dauernden Neueinstellung zu unserer Umgebung.“

Und genau darum geht es im diesjährigen Report: um den Wandel und wie wir uns darauf einstellen können.

Jeder Trend zeigt einen anderen Aspekt dessen auf, wie sich das Lernen am Arbeitsplatz überall auf der Welt weiterentwickelt und was dies für dein Unternehmen im Jahr 2021 bedeutet. Außerdem erfährst du auch, warum mehr Weiterbildung und mehr flexibles Lernen nötig sein werden, um mit dieser „neuen Normalität“ Schritt zu halten.

Kurzfassung

Die unvorhersehbaren und schnell fluktuierenden Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt können bedrohlich wirken. Das Lernverhalten in Tausenden von Unternehmen auf der ganzen Welt, die mit Udemy for Business arbeiten, und eine Umfrage unter 500 global agierenden Führungskräften zeichnen aber ein deutlich freundlicheres Bild der Zukunft.

Und das erfährst du im vorliegenden Report:

  • Warum sich dein Unternehmen nicht nur auf arbeitsbezogene Skills konzentrieren sollte
  • Was deine Mitarbeiter wissen sollten, um wirklich gute Teamarbeit leisten zu können
  • Warum Data Science nicht mehr nur für Analysten interessant ist
  • Welche Skills im Softwareentwicklungs- und IT-Bereich in Zukunft gebraucht werden

Thema Weiterbildung

Natürlich hatte die Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern in vielen Unternehmen auch schon vor der Pandemie eine große Bedeutung, inzwischen ist dies aber geradezu eine Grundvoraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens geworden. Dies zeigt sich auch in den Ergebnissen unserer Umfrage.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine deutliche Steigerung des Mitarbeiteranteils, der eine Weiterbildungs- oder Schulungsmaßnahme absolviert hat. Den zugrundeliegenden Daten zufolge basiert dieser Trend darauf, dass immer mehr Unternehmen erkennen, dass in ihrer Belegschaft Qualifikationsdefizite bestehen und sie als Unternehmen es in der Hand haben, diesen Missstand zu beheben.

Die weltweite Zunahme an Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen ist sehr beeindruckend und lässt hoffen. Es besteht aber auch für das Jahr 2021 noch viel Potenzial für die Ausweitung von Lern- und Entwicklungsprogrammen (L&D-Programme) in den Unternehmen. Zwar gibt über die Hälfte der Befragten an, sie seien mit dem L&D-Programm ihres Unternehmens zufrieden, aber gleichzeitig heißt dies auch, dass knapp die Hälfte entweder unzufrieden ist oder keine klare Meinung hat.

Bei der Frage nach der Einschätzung des Reifegrads ihres Programms zeigt sich bei der Umfrage ein positives Ergebnis. Die Programme vieler Unternehmen würden nach dem Reifegradmodell von Bersin zur Lernstruktur die Reifeanforderung erfüllen.

Über die Hälfte der Befragten (58 %) gab an, dass das Lern- und Entwicklungsprogramm ihres Unternehmens Level 3 bzw. Level 4 entspräche, also einem der beiden höchsten Reifegrade des Modells. Diese Unternehmen ermöglichen es ihren Mitarbeitern, die eigene berufliche Weiterentwicklung mitzugestalten, und haben die entsprechenden Lernprozesse in die Arbeitsabläufe integriert.

Knapp die Hälfte der Unternehmen (42 %) verfügt jedoch laut Angabe lediglich über herkömmliche Lern- und Weiterbildungskonzepte. Aber warum erreichen diese und selbst Unternehmen mit hoch ausgereiften Lern- und Weiterbildungsprogrammen nicht die gesetzten Lernziele? Der Umfrage zufolge ist Zeitmangel das größte Problem.

So sieht die Weiterbildung für das Jahr 2021 aus.

Du kannst selbst bestimmen, wie die Zukunft deines Unternehmens aussehen soll.

Der Report enthält immer wieder Abschnitte mit dem Hinweis Aktiv werden. Dort findest du direkt umsetzbare Vorschläge und Best Practices, um deine Programme und Initiativen für Schulung und Weiterbildung zu verbessern und dich damit der weltweiten Community von Lernenden anzuschließen, die aktiv daran arbeiten, das Konzept der beruflichen Weiterbildung auf Jahre hinaus neu zu prägen.

Aktiv werden

Beurteile die Lernkultur in deinem Arbeitsbereich

Eine gute Lernkultur zu schaffen, damit die Mitarbeiter angebotene Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen tatsächlich nutzen, ist aus unternehmerischer Sicht sehr sinnvoll, denn Qualifikationsdefizite durch neue Mitarbeiter auszugleichen, ist für Unternehmen schlicht und einfach zu teuer.

Wie gut ist die Lernkultur in deinem Unternehmen ausgeprägt? Mit dem Workbook zur Beurteilung der Lernkultur kannst du die Situation in deinem Unternehmen beurteilen und herausfinden, in welchen Bereichen dringend Verbesserungen nötig sind.

Trend 1

In unsicheren Zeiten ist Selbstdisziplin eine wertvolle Fähigkeit

Dass für Führungsstärke vor allem ausgeprägte Produktivitätsstrategien, mentale Stärke und hohe Belastbarkeit erforderlich sind, ist seit Langem bekannt. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass diese Eigenschaften nicht nur auf der Führungsebene, sondern auch im gesamten Unternehmen von Vorteil sind. Beispielsweise berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass der Weltwirtschaft aufgrund von Depression und Angststörungen jedes Jahr Arbeitskraft im Wert von rund einer Billion US-Dollar verloren geht.

Glücklicherweise ist das Thema der geistigen Gesundheit und ihrer Auswirkung auf die Produktivität am Arbeitsplatz in den letzten Jahren bereits stärker in den Fokus der allgemeinen Diskussion gerückt. Die Nachfrage nach entsprechenden Skills im Jahr 2020 zeigt deutlich, dass es Mitarbeitern sehr wichtig ist, etwas für ihre geistige Gesundheit zu tun und ihr Zeitmanagement in den Griff zu bekommen.

Skills für geistige Gesundheit und geistiges Wohlbefinden

Früher galt es im Berufsleben eher als Tabuthema, mittlerweile bekommt es jedoch wesentlich mehr Aufmerksamkeit: Für Unternehmen wie Starbucks und Unilever hatte die geistige Gesundheit der Mitarbeiter auch schon vor der Pandemie einen hohen Stellenwert. Und ausgehend von den teilweise vierstelligen Prozentwerten, um die sich der Konsum von Kursen zu den Themen Angstbewältigung, Stressbewältigung und Resilienz bei Udemy for Business erhöht hat, kann man von einer exponentiellen Entwicklung sprechen.

Graph: Mental health and wellness skills

Skills und Gewohnheiten für produktiveres Arbeiten

Im Mai 2019 erkannte die WHO den Burnout offiziell als Krankheit an und definierte ihn als Syndrom, das durch unverarbeiteten Stress am Arbeitsplatz bedingt ist. Seitdem haben viele Unternehmen schon einiges getan, um die Ursachen dieses Krankheitsbildes anzugehen. Das zunehmende Interesse an Skills wie Zeitmanagement, Konzentrationsfähigkeit und Selbstdisziplin zeigt außerdem, dass auch die Mitarbeiter selbst das Problem aktiv angehen und sich um Lösungen bemühen.

Graph: Productivity skills and habits

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

„Lernen und Entwicklung ist viel mehr aus nur vertikaler Aufstieg und Entwicklung neuer technischer Skills“, erklärt Sahra Kaboli-Nejad, Managerin im Personalbereich von Culture Amp. „Hier hat sich die Einstellung grundsätzlich gewandelt: Man konzentriert sich nicht mehr nur auf die direkt auf Leistung und Arbeitsergebnisse bezogenen technischen Skills, sondern vielmehr auf den Mitarbeiter als Mensch.“

Unternehmen, die 2021 das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter in den Fokus rücken, wird dies in vielerlei Hinsicht Vorteile bringen: Für jeden US-Dollar, den Unternehmen für Programme dieser Art für ihre Mitarbeiter ausgeben, können sie Einsparungen hinsichtlich Krankheitsausfällen in Höhe von ca. 3,27 US-Dollar erwarten.

Reine Geschäftszahlen sind jedoch nicht der einzige Grund für gestiegenes Interesse an Skills für geistige Gesundheit und Produktivität. Da das heutige Arbeitsleben von Ungewissheit und unsicheren Faktoren geprägt ist, gehen die meisten Menschen ganzheitlich an ihr Berufsleben heran und sehen beispielsweise Selbstbeherrschung und -disziplin als grundlegende Fähigkeiten an.

Körperlich und geistig fit für die tägliche Arbeit zu sein, ist heute wichtiger denn je. Eine im März und April 2020 durchgeführte Studie hat ergeben, dass sich seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie bei fast 42 % der Befragten der Zustand ihrer geistigen Gesundheit verschlechtert hat. Dies würde erklären, warum der Konsum von Kursen rund um geistige Gesundheit bei Udemy for Business gerade in Branchen mit systemrelevanten Berufen stetig ansteigt. Die Belegung von Meditationskursen und die Meditationspraxis haben sich bei Mitarbeitern von öffentlichen und nicht gewinnorientierten Arbeitgebern im Vergleich zu 2019 um sagenhafte 40.659 % erhöht. Und im Gesundheitswesen ist die Nachfrage nach Stressbewältigungsstrategien um 5.408 % gestiegen.

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8.660 %

Konsum von Achtsamkeitskursen im öffentlichen und nicht gewinnorientierten Sektor im Vergleich zu 2019

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5.408 %

Konsum von Stressbewältigungskursen im Gesundheitswesen im Vergleich zu 2019

Zoom image
WFH image
Trend 2

Im Home-Office ist gute Teamarbeit noch wichtiger

Wenn Unternehmen vor einem komplexen Problem stehen, werden für gewöhnlich Teams aus Spezialisten verschiedener Fachrichtungen zusammengestellt, die dann gemeinsam innovative Lösungen entwickeln sollen. Paradoxerweise haben Studien jedoch ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit einer produktiven Zusammenarbeit sinkt, je mehr Spezialisten an der Lösungserarbeitung beteiligt sind („viele Köche verderben den Brei“).

Francesca Gino, Wissenschaftlerin für Verhaltensforschung und Professorin an der Harvard Business School schreibt im Hauptartikel des Harvard Business Review in der November/Dezember-Ausgabe 2019, dass die wahren Geheimzutaten für eine gelungene und dauerhaft erfolgreiche Teamarbeit – effektive Kommunikation und soziale Aufmerksamkeit – nur selten anzutreffen sind. Ein Trend, der sich in den Konsumdaten von Udemy for Business abzeichnet, zeigt aber, dass sich Teams mittlerweile schon stärker der Skills bewusst sind, die man für eine erfolgreiche Teamarbeit tatsächlich benötigt.

Kommunikationsfähigkeiten

Kommunikation gilt als etwas Selbstverständliches, in der Realität kommt es in Teams aber aufgrund von unklarer oder zu abstrakter Kommunikation häufig zu Missverständnissen. Trotzdem zeigte sich an der starken Nachfrage nach Kursen Kommunikationsfähigkeiten im Jahr 2020, dass Teams daran arbeiten, wie man besser zuhört, fair und konstruktiv diskutiert und damit die Gesprächs- und Teampartner respektvoll behandelt.

Graph: Communication skills

Führungsfähigkeiten

Studien haben gezeigt, dass Teams dann gute Ergebnisse erbringen, wenn die Beteiligten die Ansichten und Ideen der jeweils andern respektieren, konstruktive Gespräche führen und lösungsorientiert an Konflikte herangehen. Außerdem hat es sich im Laufe des vergangenen Jahres abgezeichnet, dass Teams daran arbeiten, ihre Voreingenommenheit zu überwinden, und auch Fähigkeiten außerhalb ihres eigentlichen Fachgebiets trainieren.

Graph: Leadership skills

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

Der in den letzten Jahren erfolgte langsame aber stetige Übergang zur Remote-Arbeit, d. h. zur Arbeit im Home-Office bzw. mit Teams an unterschiedlichen Standorten, zeigte bereits einen Bedarf an neuen Vorgehensweisen und Skills auf. 2020 waren dann aber Führungskräfte in praktisch allen Branchen plötzlich gezwungen, schnellstmöglich Lösungen zu finden und umzusetzen, die weiterhin die Zusammenarbeit von Teams ermöglichten, deren Mitglieder sich nun nahezu alle im Home-Office befanden.

„Durch COVID-19 hat sich die Einstellung von Unternehmen zur Teamarbeit grundlegend verändert: Früher war Remote-Arbeit eine Möglichkeit, heute hat der Remote-Zugriff auf den Arbeitsplatz höchste Priorität“, erklärt Evan Kimbrell, Udemy-Dozent und Gründer von Sprintkick. „Es galt schon als absolut fortschrittlich, wenn in jedes Team zumindest ein Mitarbeiter im Home-Office oder an einem anderen Standort eingebunden werden konnte. Jetzt ist es genau umgekehrt.“

Der Kurskonsum im Hinblick auf diesen Trend fällt je nach Branche unterschiedlich aus. Im Software- und Technologiebereich rückten eher Kurse zum Thema „Zuhören“ in den Fokus, hier stieg der Konsum bei Udemy for Business um 3.201 % an. Der Einzelhandel legte dagegen mehr Wert auf bessere Business-Etikette, zu sehen an der Steigerung um 2.042 % gegenüber dem Konsum im Vorjahr.

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3.201 %

Konsum von Kursen zum Thema „Zuhören“ im Software- und Technologiebereich im Vergleich zu 2019

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2.042 %

Konsum von Kursen zum Thema „Business-Etikette“ in der Einzelhandelsbranche im Vergleich zu 2019

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Weiterbildung intensiver und zielgerichteter fördern

Die für Weiterbildung am Arbeitsplatz zuständigen Teams, die mit ihrer Arbeit direkt Einfluss auf die Geschäftsergebnisse nehmen, haben eines gemeinsam: Sie sind einfach clever. Sie erkennen jede sich ergebende Gelegenheit, die Mitarbeiter und Unternehmensbereiche durch Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten positiv zu verändern und weiterzuentwickeln.

Bei der Frage, welche Förderungsstrategien für L&D-Maßnahmen am erfolgreichsten waren, nannten Unternehmen am häufigsten unternehmensinterne Workshops und Mitarbeitergruppen. Insgesamt gibt es jedoch eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie du in deinem Unternehmen die hohe Priorität der Weiterbildung vermitteln kannst. Hier nur einige Ideen:

Bitte Führungskräfte darum, von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten: Führungskräfte haben eine ausgeprägte Vorbildfunktion und können damit wirkungsvoll zum Aufbau einer Lernkultur beitragen. Ermuntere sie auch dazu, Schwächen oder Fehler zuzugeben. Auch der richtige Umgang mit eigenen Unzulänglichkeiten kann eine wichtige Vorbildfunktion haben.

Lass das Thema Lernen auch in Entwicklungs- und Leistungsbeurteilungsgespräche einfließen: Gib mindestens zweimal im Jahr deine Beobachtungen zu Stärken der Mitarbeiter weiter, leite sie zum Reflektieren über ihre bisherigen beruflichen Höhepunkte an und zeige ihnen Möglichkeiten auf, wie sie in Bereichen, in denen sie sich weiterentwickeln möchten, etwas Neues ausprobieren und dazulernen können.

Führe bei Projekten Nachbereitungs- und Auswertungsgespräche durch: Der erfolgreiche Abschluss eines Projekts sollte gebührend gewürdigt werden. Außerdem ist dies auch eine gute Gelegenheit, über den Ablauf zu reflektieren und eine gute Feedback-Kultur aufzubauen und zu pflegen. Bei einer konstruktiven Auswertung wird die abgeschlossene Arbeit noch einmal offen und ehrlich besprochen und objektiv überlegt, was beim nächsten Mal besser laufen könnte.

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Unternehmen, deren Teams in allen Abteilungen über gut ausgebildete Daten-Skills verfügen, sind klar im Vorteil.

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Jose Portilla Head of Data Science, Pierian Data Inc. Data-Science-Dozent bei Udemy
Trend 3

Computer beherrscht jeder, jetzt ist Datenkompetenz gefragt

„Sie können gut mit Zahlen umgehen? Daten faszinieren Sie? Dann lassen Sie sich diese Karrierechance nicht entgehen.“ So hieß es in einem 2012 im Sunday Review der New York Times erschienenen Artikel, der sich auf die ein Jahr zuvor von McKinsey veröffentlichte Forschungsstudie bezog.

Acht Jahre später ist der Hype um „Big Data“ vorerst wieder abgeflaut. Stattdessen werden Unternehmen mittlerweile immer mehr von ihren eigenen Daten überschwemmt und nur die wenigsten können das damit verbundene Potential auch wirklich gewinnbringend nutzen. Der gestiegene Konsum von Kursen zu Datenanalyse, Datenbearbeitung und Datenvisualisierung bei Udemy for Business zeigt jedoch, dass Data Science nicht mehr nur den Fachleuten in diesem Bereich vorbehalten ist.

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1.411 %

Konsum von Business-Intelligence-Kursen 2020

Business Intelligence (BI)- und Datenanalyse-Skills

Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Produkt- und Kundenmanager erstellen natürlich keine Inferenzstatistiken oder Regressionsmodelle. Sie nutzen grundlegende Programmierkenntnisse und gängige Tools, um praktisch nutzbare Erkenntnisse aus vorhandenen Daten zu gewinnen.

Graph: Business intelligence and data analysis

Datenvisualisierungssoftware-Skills

Über ein grundlegendes Maß an Datenkenntnissen muss mittlerweile fast jeder Arbeitnehmer verfügen. Aber Mitarbeiter, die Daten auch interpretieren können, daraus Erkenntnisse ableiten und diese den relevanten Interessengruppen überzeugend präsentieren können, sind für ihr Unternehmen extrem wertvoll. Der Konsum von Datenvisualisierungskursen zeigt, dass die Mitarbeiter sich mit komplexeren Datenvisualisierungsplattformen beschäftigen, aber natürlich auch mit gängigen Tools wie z. B. Excel.

Graph: Data visualization software skills

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

„Ein gutes Verständnis von Dashboards, Visualisierung und Analyse wird bald zu den Fähigkeiten gehören, die bei Büroangestellten standardmäßig vorausgesetzt werden“, meint Jose Portilla, Bereichsleiter Data Science von Pierian Data und Data-Science-Dozent bei Udemy. Er vergleicht diesen Trend mit dem Zeitpunkt, als für frühere Angestelltengenerationen grundlegende Computerkenntnisse zu einer Standardanforderung wurden.

Dieser Trend ist aber auch für Data-Science-Teams von Vorteil. Wenn die Unternehmensmitarbeiter in allen Abteilungen gut mit Daten umgehen kann, sind sie in dieser Hinsicht „selbständiger“ und beanspruchen weniger Unterstützung der Data-Science-Spezialisten des Unternehmens, die sich dadurch stärker auf komplexere Aufgaben und Projekte und konzentrieren können.

Die Nachfrage aus dem öffentlichen und nicht gewinnorientierten Sektor nach Kursen zu Business Intelligence und Business-Analyse stieg bei Udemy for Business um 1.694 % bzw. 1.282 %. Und während im Software- und Technologiebereich eher Plattformen wie Salesforce und SAP zu den Favoriten zählen, ist es im öffentlichen und nicht gewinnorientierten Bereich eindeutig die Datenanalyseplattform Qlik Sense.

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9.464 %

Konsum von Qlik Sense-Kursen im öffentlichen und nicht gewinnorientierten Sektor im Vergleich zu 2019

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Integriere das Lernen in den (Home-Office-)Arbeitsalltag

Wenn die Mitarbeiter deines Unternehmens ihre Daten-Skills trainieren und verbessern, ist das für dein Unternehmen nicht nur 2021 ein unmittelbarer Wettbewerbsvorteil, sondern auch noch auf Jahre hinaus. Es beunruhigt dich, dass deine Mitarbeiter keine Zeit haben, neue Daten-Skills (oder überhaupt neue Skills) zu lernen? Da bist du nicht allein! Über die Hälfte der Befragten (61 %) gaben als Grund für mangelnde Weiterbildung ihrer Teams an, dass schlicht die Zeit fehle.

Eine erprobte Art, dieser Herausforderung zu begegnen, ist die Integration der Lernzeiten in den Arbeitsalltag, auch bei der Arbeit im Home-Office. Hier einige Vorschläge für den Anfang:

Bitte deine Mitarbeiter, für sich Lernziele zu formulieren: Zusätzlich zu den Zielen hinsichtlich der Arbeitsleistung und deren geschäftlichem Nutzen ist es in modernen Unternehmen üblich, dass jeder Mitarbeiter sich eigene Lernziele setzt. Dies signalisiert, dass Weiterbildung ernst genommen und nicht als Nebensächlichkeit angesehen wird.

Reserviere feste Weiterbildungszeiten: Bei den Udemy-Mitarbeitern ist pro Monat eine Arbeitsstunde fest eingeplant, in der nicht gearbeitet, sondern ausschließlich gelernt wird. Mit so einer Maßnahme signalisierst du deinen Mitarbeitern klar und deutlich, dass das Lernen während der Arbeitszeit nicht nur akzeptiert, sondern sogar gern gesehen wird.

Stelle Zugang zu Online-Lernplattformen und anderen Lernumgebungen bereit: Vielleicht hast du noch keine fertigen Materialien für die aktuellen Lernbedürfnisse deiner Mitarbeiter zur Verfügung, aber wenn du ihnen Zugriff auf einen Online-Kurskatalog wie Udemy for Business bietest, gibst du ihnen die Flexibilität, interessante und relevante Inhalte zu entdecken und eigene Vorstellungen zur Weiterbildung zu entwickeln.

Trend 4

Automatisierungs-Skills entlasten Data-Scientists

Die Zunahme von Datenanalyse-Skills entlastet Data-Science-Experten und gibt ihnen mehr Zeit, sich mit komplexen Unternehmensaspekten zu befassen. Wie das funktioniert? Mit Machine-Learning-Technologien, die ungleich mehr Erkenntnisse und Voraussagen ermöglichen als ein herkömmliches Dashboard. Allerdings ist die Aufbereitung solch riesiger Datenmengen, die dafür im Vorfeld benötigt werden, kompliziert und aufwändig. Zur Beschleunigung nehmen Data-Science-Spezialisten Automatisierungs-Tools zu Hilfe.

„Dank der enormen Fortschritte beim Machine Learning und in der künstlichen Intelligenz konnten in letzter Zeit neue Data-Science-Tools entwickelt werden, mit denen sich verschiedene repetitive Arbeitsschritte automatisieren lassen“, erläutert Jose Portilla. „So können sich Data-Science-Spezialisten auf die Entwicklung komplexer Business-Lösungen konzentrieren und brauchen ihre Zeit nicht mit der Bereinigung von Daten zu verschwenden.“

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Skills zur Automatisierung mithilfe von Machine Learning

Mit Programmierbibliotheken und Machine-Learning-Technologien können Data-Science-Spezialisten aus riesigen Mengen interner Daten und Kundendaten umfassende unternehmensrelevante Erkenntnisse herausfiltern.

Graph: Machine learning automation skills

Datenautomatisierungs-Tools

Unternehmen investieren zunehmend in Schulungen ihrer Teams zur Anwendung von Datenautomatisierungs-Tools, um die Data-Science-Teams nicht mit der aufwändigen manuellen Datenaufbereitung zu belasten.

Graph: Data automation skills

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

Gute Datenpflege und -kontrolle sind zwei Schlüsselaspekte der Datenarchitektur eines jeden Unternehmens. Dies sind auch genau die Bereiche, in denen viele Unternehmen derzeit veraltete Software ersetzen und Datenprobleme beheben.

Nicht Algorithmen, sondern erfahrene Experten können am besten verstehen, woher Daten stammen und auf welche Weise sie am besten für Machine Learning genutzt werden sollten. Damit die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit aber effizient nutzen können, sollten Unternehmen sie zu Automatisierungspraktiken schulen, da diese auch von konkurrierenden Unternehmen schon großflächig eingesetzt werden.

Kurse zur beliebten Machine-Learning-Bibliothek TensorFlow, die von Google entwickelt wurde, wurden bei Udemy for Business im Jahr 2020 in vielen Branchen wesentlich intensiver konsumiert, beispielsweise im Software- und Technologiebereich (+ 1.599 %), im öffentlichen und nicht gewinnorientierten Bereich (+ 995 %) oder im Transportwesen (+ 463 %).

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1.599 %

Konsum von TensorFlow-Kursen in der Software- und Technologiebranche im Vergleich zu 2019

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463 %

Konsum von TensorFlow-Kursen in der Transportbranche im Vergleich zu 2019

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Entwickle spezielle Data-Science-Lernpfade

Wenn es den Data-Science-Spezialisten aller Ebenen ermöglicht wird, ihre Skills zu Automatisierungs-Tools und Machine-Learning-Technologien zu schulen und auszubauen, können sie ihre Arbeitsweise grundlegend ändern, fokussierter und engagierter arbeiten und damit letztendlich neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen.

Wenn du Data-Science-Weiterbildung auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen deines Unternehmens abstimmst, solltest du dabei folgende Tipps berücksichtigen:

Ordne jeden Lernpfad konkreten Geschäftsergebnissen zu: Bei der Überlegung, welche Data-Science-Fähigkeiten benötigt werden, solltest du klar aufzeigen, in welchem direkten Zusammenhang jeder Lern-/Trainingspfad mit den Unternehmenszielen steht. So sichern dir die beteiligten Parteien der Führungsebene schneller Unterstützung zu. Außerdem erkennen die Mitarbeiter auf diese Weise deutlicher, welche Zusammenhänge zwischen technischen Fähigkeiten und den entsprechenden Geschäftsergebnissen bestehen.

Entwickle ein Skill-basiertes Mentorenprogramm: Damit die Mitarbeiter motivierter an das Data-Science-Schulungsprogramm herangehen, schaffe nicht nur ein gewöhnliches Mentorenprogramm, sondern gib den Teilnehmern dabei noch die Möglichkeit, Partnerschaften zu Data-Science-Kollegen aus dem gesamten Unternehmen aufzubauen.

Biete regelmäßige Gelegenheiten zum Lernen unter Kollegen: Ob nun ein einmal im Monat stattfindendes Lernen am Mittagsbuffet oder eigene Chat-Kanäle für jeden Lernpfad, der Austausch und das Lernen voneinander innerhalb des Kollegenkreises ist ein wichtiger Aspekt der Weiterbildung in einem ungezwungenen Umfeld.

Trend 5

Fachübergreifend ist das Zauberwort

Im Sinne des Agile-Projektmanagements verabschieden sich viele Technikteams mittlerweile von dem gängigen Konzept, nur auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert zu sein. Vielmehr rücken Hybrid-Rollen immer mehr in den Fokus und auch Führungskräfte motivieren ihre Mitarbeiter immer häufiger, ihre Kenntnisse in mehr als einem Bereich ihres Arbeitsfeldes auszubauen.

„Durch die Anwendung von Agile und DevOps bei den gleichzeitig kontinuierlich bestehenden finanziellen Einschränkungen, dass innerhalb des IT-Bereichs immer mehr mit immer weniger Budget realisiert werden muss, können sich Technik-Mitarbeiter eine eindimensionale Denkweise kaum noch leisten“, so Doug Redfield, Senior Director des Bereichs Architecture and Governance bei BMC Software. „Um überhaupt noch effektiv arbeiten zu können, müssen sie gleich auf mehreren Gebieten zu Spezialisten werden.“

QA-Tester und Entwickler sind sowieso häufig schon in Hybrid-Rollen tätig und arbeiten bei der Durchführung komplexer Projekte meist eng mit Vertretern der jeweils anderen Gruppe zusammen. Und auch IT-Spezialisten beschränken sich schon lange nicht mehr nur auf einzelne Gebiete wie das Hilfe-Center oder Sicherheitsfragen, sondern müssen sich auch mit Infrastrukturen und Cloud-Computing-Plattformen auskennen.

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DevOps-Skills

Die Nachfrage nach Kursen zu Skills und Techniken rund um Software-Testing und den gesamten Softwareentwicklungs-Zyklus stieg 2020 um 370 % an.

Die Themen sind breit gefächert und die beliebten Themen variieren von Unternehmen zu Unternehmen sehr stark. Betrachtet man jedoch den Trend der Hybrid-Rollen, lässt sich bereits erahnen, dass das Interesse an entsprechenden Skills während des kommenden Jahres im gesamten Bereich der Softwareentwicklung deutlich ansteigen wird.

Graph: DevOps Skills

Cloud-Computing-Skills

Mit der fortschreitenden digitalen Transformation sind auch Cloud-Computing-Tools mittlerweile wichtige Arbeitsmittel für Entwickler und IT-Spezialisten. Die Marktführer in diesem Bereich – Amazon AWS, Microsoft Azure und Google Cloud – bieten hierfür Zertifizierungen an. Diese weisen nach, dass Mitarbeiter über umfassende Produktkenntnisse verfügen und die Funktionen der jeweiligen Plattform optimal nutzen können.

Graph: Cloud computer skills

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

Natürlich kann man auch von den technisch versiertesten Mitarbeitern nicht erwarten, dass sie alles können. Daher wird es in einzelnen Bereichen immer einen bestimmten Bedarf an absoluten Spezialisten geben. „Im Prinzip sollte sich aber jeder, der auf irgendeine Art und Weise mit Softwareentwicklung beschäftigt ist, darauf einstellen, dass er ein Leben lang lernen wird“, so Deloitte.

Evan Kimbrell sieht das ähnlich: „Je mehr Skills ein Teammitglied hat, desto besser kennt es sich in größeren Teilbereichen eines komplexen Produkts aus. Und natürlich sind Mitarbeiter, die möglichst weite Bereiche des gesamten Produkts verstehen und nachvollziehen können, wesentlich besser in der Lage, fundierte, faktenbasierte Entscheidungen zu treffen. Wer also seine Techniker und Ingenieure in einer abgegrenzten Abteilung abschottet, vergibt die Chance, ihr Können und ihre Ideen abteilungsübergreifend zum Vorteil des gesamten Unternehmens einzusetzen.“

Im Zuge der Einführung von Agile-Praktiken durch die Schaffung von Hybrid-Rollen in vielen Unternehmen stieg 2020 auch die Nachfrage nach DevOps- und Cloud-Computing-Kursen. In der Produktionsbranche stieg der Konsum von Google Cloud-Kursen bei Udemy for Business um 1.189 % an. Beim DevOps-Thema „Continuous Integration“ stieg die Kursnutzung durch Teilnehmer aus dem Einzelhandelsbereich um 693 %. Dies zeigt, wie motiviert diese Branche ist, ihre Kunden schneller mit Produktaktualisierungen zu versorgen.

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1.189 %

Konsum von Kursen zu Google Cloud in der Produktionsbranche im Vergleich zu 2019

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693 %

Konsum von Kursen zur Continuous Integration in der Einzelhandelsbranche im Vergleich zu 2019

Cybersecurity image
Trend 6

Schulungen zur Cyber-Sicherheit haben höchste Priorität

Seit Angestellte weltweit aufgrund von COVID-19 ins Home-Office umgezogen sind, hat Cyber-Sicherheit eine völlig neue Dringlichkeit bekommen. Mitarbeiter arbeiten nun nicht mehr am Büroarbeitsplatz innerhalb des abgesicherten Unternehmensnetzwerks, sondern zu Hause, wobei viele auch ihre privaten Geräte nutzen.

„Da sich die Arbeit im Home-Office dauerhaft etablieren wird, müssen die IT-Verantwortlichen von Unternehmen ihre gesamte Netzwerkstruktur auf Sicherheitslücken überprüfen“, erklärt Nathan House, Udemy-Dozent und CEO des Beratungsunternehmens für Cyber-Sicherheit Station X.

Warum das so wichtig ist? Laut PwC riskieren Unternehmen ohne gute Sicherheitskonzepte nicht nur finanzielle Verluste, sondern gefährden damit außerdem die Sicherheit von Mitarbeiter- und Kundendaten sowie ihres geistigen Eigentums, ganz zu schweigen vom guten Ruf des Unternehmens, der dabei ebenfalls auf dem Spiel steht.

Skills rund um Cyber-Sicherheit

Mit dem Wechsel ins Home-Office stieg auch der Konsum von Kursen zu digitaler Sicherheit steil an. Ebenfalls beachtlich gestiegen ist auch das Interesse an Themen wie Informations-, Netzwerk-, WLAN- und Web-Sicherheit, da sich natürlich IT-Teams jeglicher Größe weltweit um die Schaffung sicherer Remote-Zugriffsmöglichkeiten auf Unternehmensarbeitsplätze beschäftigen mussten.

Graph: Cybersecurity skills

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

In einer Umfrage von Malwarebytes gaben die Befragten an, dass „44 % der Unternehmen keinerlei Schulungen zur Cyber-Sicherheit bereitstellten, die über potenzielle Risiken und sicheres Arbeiten im Home-Office informiert hätten (z. B. Verwendung sicherer Passwörter im Heimnetzwerk, Beschränkung des Zugangs nicht autorisierter Benutzer zu Arbeitsgeräten).“

Zum Schutz nicht nur der Mitarbeiter, sondern auch der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sollten unbedingt für alle Technik- und IT-Teams regelmäßig Sicherheitsschulungen durchgeführt werden, während alle anderen Mitarbeiter zu korrekten Verhaltensweisen rund um die Cyber-Sicherheit geschult werden sollten. Jeder Mitarbeiter ist für sichere Verhaltensweisen selbst verantwortlich, insbesondere bei der Arbeit im Home Office. Geeignete Verfahren wären beispielsweise SSO (Single Sign-On) oder Multifaktor-Authentifizierung.

Dass man in der Medienbranche beim Thema Website-Sicherheitslücken Betrügern einen Schritt voraus sein will, kann man bei Udemy for Business daran sehen, dass das Interesse dieser Branche an Ethical-Hacking-Kursen um 5.598 % angestiegen ist. Auch in der Konsumgüter- und Dienstleistungsbranche haben Cyber-Sicherheits-Skills mittlerweile Priorität: Hier stieg die Kursnutzung um 6.343 %.

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5.598 %

Konsum von Ethical-Hacking-Kursen in der Medienbranche im Vergleich zu 2019

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6.343 %

Konsum von Cyber-Sicherheits-Kursen in der Konsumgüter- und Dienstleistungsbranche im Vergleich zu 2019

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Drei Gründe, warum das Lernen 2021 in deinem Unternehmen höchste Priorität haben muss

Eine gut etablierte Lernkultur sorgt dafür, dass die Mitarbeiter sich gerade angesichts von Veränderungen motiviert weiterbilden, ihre Skills weiterentwickeln und neue Herausforderungen umsichtig und systematisch anpacken.

Paradoxerweise ist gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen der Weiterbildungsbereich der erste, dem sowohl das Budget gekürzt als auch die Priorität genommen wird, da Unternehmen, die nicht langfristig denken, diesen Bereich lediglich als „nettes Extra“ ansehen. Und so nannten auch 42 % der Befragten als größtes Hindernis im Jahr 2020 „kein Budget“.

Deshalb hier drei schlagkräftige Argumente, die du bei deiner Überzeugungsarbeit einsetzen kannst und die zeigen, dass Weiterbildung nicht nur ein netter Bonus für die Mitarbeiter, sondern ein geschäftswichtiger Faktor ist.

Eine gute Lernkultur ist grundlegend wichtig, damit die Mitarbeiter mit dem Arbeitsplatzwandel Schritt halten können: Die Funktionsweise von Arbeitsplätzen und Arbeitsweisen verändert sich so schnell, dass viele Unternehmen Gefahr laufen, den Anschluss zu verlieren. Unternehmen, die das Lernen als strategische Ressource behandeln, verstehen diese Entwicklung und verschaffen sich dadurch einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Eine gute Lernkultur kann die Beseitigung von Qualifikationsdefiziten unterstützen: Die Abwanderung hochqualifizierter Mitarbeiter ist ein schwerer Verlust für das Unternehmen. Schätzungen von Gallup zufolge muss ein Unternehmen mit 100 Angestellten und einer durchschnittlichen Mitarbeiterfluktuation mit Kosten zwischen 660.000 und 2,6 Millionen US-Dollar für Kündigungen und erforderliche Neueinstellungen rechnen.

Eine gute Lernkultur fördert Innovation: Wenn Weiterbildung gern gesehen ist und entsprechende Möglichkeiten bereitgestellt werden, sind Mitarbeiter eher bereit, Neues auszuprobieren und innovative Wege zu gehen. Fallstudien von Unternehmen wie Accenture und DBS Bank haben gezeigt, dass Lernen nicht nur die Wissbegierde fördert, sondern auch die Gesamt-Performance eines Unternehmens verbessert.

Gemeinsam weitergehen

...egal, was kommt

2020 haben wir alle eine sehr wichtige Lektion lernen müssen. Die bisherigen vertrauten Weiterbildungs- und Schulungskonzepte waren für eine Welt geschaffen, die es in dieser Form nicht mehr gibt. Deshalb sind diese Konzepte kaum mehr für den raschen Wandel geeignet, der heutzutage überall stattfindet. Der Erfolg deines Unternehmens hängt stark davon ab, wie umfangreich sich deine Mitarbeiter weiterbilden und neue Skills aneignen und wie gut dein Unternehmen eine Kultur des dauerhaften Lernens etablieren kann. Und genau das hängt letztendlich von Entscheidern wie dir ab.

Aber keine Angst, du musst dafür nicht ein umfassendes Weiterbildungsprogramm aus dem Ärmel schütteln. Udemy for Business gibt deinen Mitarbeiter Zugriff auf breit gefächerte Weiterbildungsthemen. So können sie alle wichtigen Skills erlernen, die sie brauchen, um für die Zukunft gewappnet zu sein.

Überzeuge dich selbst, warum Unilever, Prudential und tausende anderer Unternehmen uns bereits vertrauen und ihre Mitarbeiter mit Udemy for Business für künftige Gegebenheiten fit machen. Fordere jetzt eine Demo an und lass dich von unseren Spezialisten für Online-Weiterbildung beraten.

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Methodik

Der Report zu den Trends beim Lernen am Arbeitsplatz 2021 basiert auf Daten zum Lernverhalten tausender globaler Unternehmen, die Udemy for Business nutzen, sowie auf einer Umfrage unter mehr als 500 L&D-Experten.

Bei den Daten zu Skills wird der Kurskonsum im Udemy for Business-Katalog des Zeitraums vom 1. Januar 2019 bis zum 1. August 2019 mit dem Konsum im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 1. August 2020 verglichen. Alle Kurse sind dabei bestimmten Themen zugeordnet, wobei jeder Kurs bis zu fünf Themen aufweisen kann. Diese Themen sind dann die in den Trenddiagrammen angegebenen Skills. Bei Kursen mit mehreren Themen wird der Gesamtkonsum (in Minuten) gleichmäßig auf alle diesem Kurs zugeordnete Themen aufgeteilt.

Im Zeitraum vom 19. August 2020 bis zum 10. September 2020 nahmen 528 L&D-Experten aus verschiedenen Ländern an einer Umfrage zum derzeitigen Stand der Schulungs- und Weiterbildungsprogramme ihrer Unternehmen teil und füllten dafür einen 16-seitigen Fragebogen aus.